Glossary
- Elektrische Energie
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Die elektrische Energie oder elektrische Arbeit ist eine Form der Energie oder physikalischen Arbeit, die mittels der Elektrizität geleistet werden kann. Elektrische Energie kann u. a. in elektrischen und magnetischen Feldern gespeichert und in andere Energieformen umgewandelt werden.
In der Physik wird für die elektrische Energie das Formelzeichen E und die Einheit Wattsekunde (Einheitenzeichen: Ws) verwendet. Dabei ist 1 Ws = 1 J (Joule). Bei der Messung des Energieverbrauchs im Bereich der elektrischen Energietechnik ist die Angabe kWh (Kilowattstunde) üblich. 1 kWh = 3.600.000 Ws, 1 Ws ≈ 2,778·10−7 kWh.
- Elektrische Spannung
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Die elektrische Spannung ist eine physikalische Größe, die angibt, wie viel Arbeit oder Energie nötig ist, um ein Objekt mit einer bestimmten elektrischen Ladung innerhalb eines elektrischen Feldes zu bewegen. Spannung ist also das spezifische Arbeitsvermögen der Ladung. Sie ist eine Feldgröße, die in einem großen Größenordnungsbereich auftritt.
Das Formelzeichen der Spannung ist U – abgeleitet vom lat. urgere (drängen, treiben, drücken). Sie wird im internationalen Einheitensystem in der Einheit Volt (Einheitenzeichen: V) angegeben, benannt nach Alessandro Volta.
Auf „natürliche“ Weise entsteht elektrische Spannung zum Beispiel durch Reibung, bei Gewittern und bei Redoxreaktionen. Zur technischen Nutzung werden Spannungen meistens durch elektromagnetische Induktion sowie durch Elektrochemie erzeugt.
Die umgangssprachliche Bezeichnung „Stromspannung“ ist fachlich inkorrekt und sollte bei eindeutigem Zusammenhang durch „Spannung“ und sonst durch „elektrische Spannung“, oder auch „Netzspannung“ ersetzt werden.
- Elektrofahrzeuge
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Elektrofahrzeuge weisen einen geringeren Energieverbrauch als konventionelle Kraftfahrzeuge auf. Ein Vergleich von verschiedenen Fahrzeugen hat gezeigt, dass ein konventionelles Kraftfahrzeug einen Wirkungsgrad in der Größenordnung von 25% (Tank to Wheel), ein Elektrofahrzeug einen Wirkungsgrad von rund 85% (Plug to Wheel) hat. Der hohe Wirkungsgradverlust erklärt sich durch den hohen Wärmeverlust bei Verbrennungsmotoren. Auch bei Einberechnung der Wirkungsgradverluste in Kraftwerken (E-Fahrzeuge) und Raffininerien (konventionelle Fahrzeuge) fällt der Vergleich eindeutig zugunsten der E-Fahrzeuge aus. Ebenso positiv zugunsten der E-Fahrzeuge fällt der Vergleich mit Erdgasfahrzeugen aus. Würde das Erdgas zur Stromerzeugung verwendet werden anstatt zur direkten Verbrennung in einem Erdgasfahrzeug, könnte in einem E-Fahrzeug etwa die doppelte Weglänge mit der gleichen Energie zurückgelegt werden. Durch die Einführung von 20% Elektrofahrzeugen (ca. 1 Mio. Fahrzeuge) in den österreichischen Markt würden 8,4 TWh an Energie eingespart werden, dies entspricht einem Beitrag von ca. 37% zur Erreichung des Energieefizienzziels für 2016. Darüberhinaus kann die gespeicherte Energie der Batterien bei Nichtverwendung durch das Elektrofahrzeug in das elektrische Netz rückgeführt werden.
- Endlagerung
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Mit zunehmender Industrialisierung sind auf der Erde vermehrt giftige Stoffe im Einsatz, entstehen als Abfallprodukt von Wirtschaftsgütern oder bleiben am Ende der Nutzungsdauer eines Produktes über, wenn es keine Wiederverwendung oder -verwertung gibt. Diese Abfälle werden in Abhängigkeit von ihrer Gefährlichkeit unterschiedlich entsorgt. In Deutschland wird nach Deponieklassen 0 bis IV unterschieden.
Für die Endlagerung hochtoxischer (hochgiftiger) konventioneller und radioaktiver Abfälle hat sich weltweit als Konzept das Einbringen der Abfälle in tiefe geologische Formationen (ca. 300–1.000 m Tiefe) durchgesetzt.
Die Endlagerung beruht auf dem Mehrbarrierensystem. Es besteht aus verschiedenen Barrieren, die jeweils ihren Anteil an der Rückhaltung der Schadstoffe aufweisen, insgesamt aber die Isolation der Schadstoffe gewährleisten sollen. Die Barrieren sind technischer und natürlicher Art. Als technische Barrieren gelten beispielsweise Verpackungen der Abfälle und Schachtverschlüsse. Natürliche Barrieren werden durch die das Endlager umschließenden geologischen Formationen mit sehr geringer Durchlässigkeit für Wasser gebildet (der einschlußwirksame Gebirgsbereich). Ein Versagen aller Barrieren ist unwahrscheinlich, ein katastrophales Versagen mit plötzlichem Freisetzen großer Mengen an Schadstoffen kann bei einem ausschließlich zum Zwecke der Endlagerung aufgefahrenen Bergwerk ausgeschlossen werden.
Das Hauptproblem der Endlagerung liegt vielmehr im langsamen Transport der endgelagerten Schadstoffe mit dem Grundwasser durch Advektion und/oder Diffusion vom Endlager in Richtung Biosphäre. Um auch im Falle eines Eindringens von Wasser ins Endlager einen Rücktransport der Schadstoffe in die Biosphäre möglichst klein zu halten, wird versucht, die verschiedenen Barrieren optimal aufeinander abzustimmen. Dennoch zeigen Sicherheitsbetrachtungen, dass über sehr lange Zeiträume ein langsamer Austritt von Schadstoffen mit dem Grundwasser aus dem Endlager nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
- Energiekosten
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Um die Entwicklung der Energiekosten zu erfassen, bietet sich eine Betrachtung des Rohölpreises an. Rohöl ist mengenmäßig der wichtigste Energieträger, Transport und Transportkosten hängen maßgeblich vom Rohöl bzw. Rohölpreis ab und der Erdgaspreis ist an den Erdölpreis gekoppelt. Zudem hat sich der Preis für Kohle, weltweit der zweitwichtigste Energieträger, weitgehend parallel zum Rohölpreis entwickelt.
Der Rohölpreis schwankte in den vergangenen 150 Jahren erheblich. Dies hatte häufig auch politische Ursachen. Von 1860 bis 1970 ist der Rohölpreis (US-Dollar pro Barrel) tendenziell gefallen. Erst der Ölpreisschock in den 1970er-Jahren kehrte diesen Trend massiv um. Von 1970 bis 1980 stieg der Ölpreis inflationsbereinigt um rund 780 Prozent.
Die sich anschließende Phase real sinkender Rohölpreise von 1980 bis 1998 hat den Prozess der Globalisierung stark beschleunigt. Denn ohne niedrige Energiepreise kann die theoretische Annahme, dass alle Regionen der Welt als potenzielle Orte der Produktion und des Absatzes in Betracht gezogen werden, nicht in die Praxis umgesetzt werden. Die Unternehmensstrategie des "global sourcing" ist also auch von den Transportkosten abhängig, und diese wiederum vom Preis des Rohöls.
Indirekt ist auch der niedrige Rohölpreis der Vergangenheit für den steigenden Preis seit 1998 verantwortlich. Denn relativ niedrige Rohölpreise begünstigten den Warenhandel, sorgten für steigende Wachstumsraten und trugen so dazu bei, dass mehr Öl nachgefragt wurde.
Von 2006 auf 2007 stieg der globale Ölverbrauch um 1,3 Prozent (gut 1 Million Barrel pro Tag), was etwa dem Zehnjahresdurchschnitt entsprach. 2008 sank der globale Ölverbrauch zum ersten Mal seit 1993. Der Rückgang von 420.000 Barrel pro Tag (minus 0,5 Prozent) war der größte seit Anfang der 1980er-Jahre. Allerdings ist der weltweite Energieverbrauch auch von 2007 auf 2008 gestiegen – vor allem durch die stärkere Nutzung von Kohle, Wasserkraft, Gas und regenerativen Energien.
Mit durchschnittlich 38 US-Dollar pro Barrel (Brent-Rohöl) lag der Ölpreis 2004 um zehn US-Dollar über dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2005 lag der Rohölpreis bereits bei knapp 55 US-Dollar und 2007 bei mehr als 72 US-Dollar pro Barrel. Im Jahr 2008 erhöhte sich der Ölpreis auf durchschnittlich 97,3 US-Dollar pro Barrel – allerdings schwankte er dabei zwischen gut 144 US-Dollar pro Barrel Anfang Juli und weniger als 40 US-Dollar pro Barrel am Ende des Jahres. Ausgehend von diesem niedrigen Niveau hat sich der Ölpreis in der ersten Hälfte des Jahres 2009 wiederum um mehr als die Hälfte erhöht und ist danach auch weiter gestiegen. Noch wichtiger als die Entwicklung der laufenden Preise ist, dass im Jahr 2008 der Ölpreis einen Wert erreichte, der inflationsbereinigt nur ganz knapp unter dem Rekordwert des Jahres 1980 lag.
- Energiepflanzen
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Als Energiepflanzen werden landwirtschaftliche Nutzpflanzen bezeichnet, die mit dem Hauptziel einer Energiegewinnung angebaut werden, in Abgrenzung zu Pflanzen zur Nahrungsmittelerzeugung, Futterpflanzen und Industriepflanzen. Wild wachsende Pflanzen, die z. B. als Brennholz energetisch genutzt werden, werden nicht zu den Energiepflanzen gezählt. Forstpflanzen, die auf landwirtschaftlichen Flächen zur Energienutzung angebaut werden (beispielsweise in Kurzumtriebsplantagen) werden gelegentlich mit erfasst. Teilweise wird nur bei einer energetischen Nutzung der ganzen Pflanze von Energiepflanzen gesprochen.[1]
Entscheidend ist also die Nutzung der Pflanze. So kann z. B. Mais sowohl als Zuckermais zur menschlichen Ernährung als auch als Futtermais (Maissilage) zur Tierfütterung oder als Energiemais zur Biogaserzeugung kultiviert werden. Je nach Nutzungsrichtung unterscheiden sich die verwendeten Sorten und Anbauverfahren für Energiepflanzen teilweise von den bei Nahrungs- und Futtermitteln genutzten.
- Entwicklung des Warenexportes
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Vom Wert der Waren, die im Jahr 2007 exportiert wurden, entfielen 9.500 Milliarden US-Dollar auf Fertigwaren, etwa 2.660 Milliarden US-Dollar auf Brennstoffe und Bergbauprodukte sowie rund 1.130 Milliarden US-Dollar auf Landwirtschaftsprodukte. 333 Milliarden US-Dollar entfielen auf unspezifizierbare Produkte.
Der Export ist bei allen drei Warengruppen von starken Wachstumsraten gekennzeichnet. Während die Ausfuhr von Landwirtschaftsprodukten bzw. Brennstoffen und Bergbauprodukten in den Jahren von 1950 bis 2007 real, also inflationsbereinigt, um 682 bzw. 950 Prozent zunahm, erhöhte sich der Export von Fertigwaren um 7.600 Prozent bzw. um durchschnittlich 7,9 Prozent pro Jahr. In laufenden Preisen hat sich der Export von Fertigwaren seit 1950 deutlich mehr als verzweihundertfacht.
Die realen Wachstumsraten des Exports von Fertigwaren lagen in allen Jahrzehnten seit 1950 über denen des Exports von Landwirtschaftsprodukten bzw. Brennstoffen und Bergbauprodukten. Entsprechend haben sich auch die Anteile der drei Warengruppen am Welthandel verschoben. In konstanten Preisen stieg der Anteil von Fertigwaren am weltweiten Export zwischen 1950 und 2007 von weniger als 27 Prozent auf knapp 70 Prozent. Parallel hierzu ging der entsprechende Anteil von Landwirtschaftsprodukten von 29 Prozent im Jahr 1950 auf gut 8 Prozent 2007 zurück. Der Anteil von Brennstoffen und Bergbauprodukten halbierte sich von knapp 42 Prozent 1950 auf 19,5 Prozent im Jahr 2007.
Die relative Abnahme des Anteils von Landwirtschaftsprodukten, Brennstoffen und Bergbauprodukten am weltweiten Warenexport und die Zunahme des Exportanteils von Fertigwaren lassen darauf schließen, dass der grenzüberschreitende Handel – relativ – immer seltener die Funktion hat, nicht vorhandene Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Anders formuliert verdeutlicht die Entwicklung der Struktur des weltweiten Warenexports, dass dieser zunehmend von der weltweiten Konkurrenz um Marktanteile bestimmt wird.
URL: http://www.bpb.de/wissen/A0AG3W,0,0,Entwicklung_des_Warenexports_nach_Warengruppen.html
- Erderwärmung
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Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die globale erdnahe Temperatur um fast ein Grad erhöht. Während der natürliche Treibhauseffekt eine Abkühlung der Erde verhindert, geht die Mehrheit der Wissenschaftler davon aus, dass die anhaltende Temperaturerhöhung vorwiegend Folge menschlicher Aktivitäten ist. Vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen ist problematisch. Den Hauptanteil am anthropogenen, also vom Menschen verursachten, Treibhauseffekt hat mit 60 Prozent das Kohlendioxid (CO2). Es wird durch die Verbrennung fossiler Energieträger, Waldrodungen, Bodenerosion sowie Holzverbrennung freigesetzt. Methan, das primär in der Landwirtschaft und durch Massentierhaltung entsteht, trägt zu 15 Prozent zum anthropogenen Treibhauseffekt bei.
Wie außergewöhnlich die Temperaturerhöhung der letzten Jahrzehnte ist, wird deutlich, wenn die Verteilung der wärmsten Jahre betrachtet wird: Die zwanzig Jahre mit der höchsten Durchschnittstemperatur in den letzten 150 Jahren entfallen alle auf die Zeit nach 1980. Davon siebzehn sogar auf die Zeit nach 1990. Alle Jahre von 2001 bis 2008 gehören zu den zehn wärmsten überhaupt. Bezogen auf die nördliche Hemisphäre liegen die Temperaturen heute höher als zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten tausend Jahren.
Klimasimulationen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie zeigen, dass sich die globale Mitteltemperatur bis Ende des 21. Jahrhunderts um weitere 2,5 bis 4,1°C erhöhen könnte, wenn die Emissionen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen unvermindert ansteigen. Andere Institutionen wie zum Beispiel das IPCC gehen davon aus, dass die Temperaturerhöhung noch stärker ausfallen kann.
Die Erderwärmung bringt mehrere Probleme mit sich. Infolge der thermischen Ausdehnung der Ozeane könnte der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 im globalen Mittel zwischen 20 und 30 cm steigen (relativ zum Mittel der Jahre 1961-1990). Die regionalen Unterschiede würden allerdings von einer leichten Absenkung bis hin zu einem Anstieg von mehr als einem Meter reichen. Hinzu käme ein Anstieg des globalen Meeresspiegels von bis zu zehn Zentimetern durch Änderungen des Inlandeises: Die beginnende Schmelze des Eises auf Grönland würde den Meeresspiegel um bis zu 15 cm steigen lassen, während der erhöhte Schneefall in der Antarktis den globalen Meeresspiegel um fünf Zentimeter absenken würde.
Der hohe von Menschen verursachte CO2-Ausstoß beeinflusst die Meere auch auf andere Weise: 2007 gelangten etwa 29 Milliarden Tonnen des Gases in die Atmosphäre, mehr als ein Drittel davon nehmen die Weltmeere als Kohlensäure auf und versauern dadurch schrittweise. Dies gefährdet wiederum die Fischbestände der Weltmeere und schädigt kalkbildende Organismen wie Muscheln, Schnecken und Korallen. Schon in 30 Jahren könnten mehr als 60 Prozent der tropischen Korallenriffe verschwunden sein.
Die Erderwärmung bzw. der Klimawandel hat weitere Folgen für den Menschen. Während in einigen Gebieten Überschwemmungen und intensive Regenfälle zunehmen, haben andere Regionen mit geringen Niederschlagsmengen bzw. lang anhaltenden Dürreperioden und Hitzewellen zu kämpfen. Hieraus resultieren wiederum Ernteausfälle und Probleme bei der Wasserversorgung bzw. Veränderungen ganzer Lebensräume.
Quelle: http://www.bpb.de/wissen/ADVGJT,0,0,Erderw%E4rmung.html
- Erdgas - Haupthandelsströme
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Der weltweite Primärenergie-Bedarf wurde im Jahr 2008 zu gut 29 Prozent mit Erdgas gedeckt. Wie beim Öl ist auch beim Erdgas das natürliche Rohstoffaufkommen ungleich verteilt. Da die ressourcenreichen Staaten nicht gleichzeitig die Hauptverbraucher sind, ist ein Großteil der Staaten durch den Handel mit Erdgas vernetzt. Im Jahr 2008 wurden 27,0 Prozent des gesamten Gasverbrauchs vor dem Verbrauch grenzüberschreitend transportiert – entweder per Pipeline oder als Flüssiggas (LNG – liquefied natural gas). Umgerechnet wurden damit täglich 2,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas ex- bzw. importiert. Das per Pipeline transportierte Gas hatte mit 72,2 Prozent einen deutlich höheren Anteil am Export als das Flüssiggas mit 27,8 Prozent.
Allein auf die USA (14,1 Prozent), Japan (11,3 Prozent) und Deutschland (10,7 Prozent) entfiel 2008 deutlich mehr als ein Drittel des weltweiten Gasimports. Addiert man alle anderen Staaten Europas hinzu, steigt der Anteil am Gasimport sogar auf 80,6 Prozent.
Auf der anderen Seite hatten 2008 lediglich sechs Staaten einen Anteil von 64,4 Prozent am weltweiten Gasexport: Russland (19,0 Prozent), Kanada (12,7 Prozent), Norwegen (11,7 Prozent), Algerien (7,3 Prozent), Katar (7,0 Prozent) und die Niederlande (6,8 Prozent). Insbesondere Katar konnte seine Stellung als Gasexporteur ausweiten: Von 2007 auf 2008 war Katar für 36 Prozent des Wachstums des Welthandels mit Gas (insgesamt plus 3,8 Prozent) verantwortlich. Neben Algerien waren in Afrika auch Nigeria, Ägypten sowie Libyen und in Asien Indonesien und Malaysia wichtige Gasexporteure.
Obwohl die Handelsströme zur Energieversorgung weltumspannend sind, ist wie beim Handel mit Öl auch beim Handel mit Gas häufig eine regionale Prägung festzustellen: Beim Flüssiggas wurden im Jahr 2008 fast 100 Prozent des Gases aus Malaysia, Indonesien und Brunei nach Japan, Südkorea und Taiwan exportiert. Nordafrika exportierte im selben Jahr gut 72 Prozent seines Flüssiggases nach Europa; Australien entsprechend knapp 79 Prozent nach Japan. Das Gas aus Trinidad und Tobago wurde zu 43 Prozent in die USA exportiert. Bezogen auf das Flüssiggas hat der asiatisch-pazifische Raum die günstigste Anbindung an den Nahen Osten. Dementsprechend gingen rund 84 Prozent des Flüssiggasexports der Staaten Katar, Oman und Vereinigte Arabische Emirate nach Japan, Südkorea und Indien.
Da es sich bei einer Pipeline um ein geschlossenes System handelt, bei dem die technischen und finanziellen Anforderungen mit zunehmender Länge steigen, ist die regionale Konzentration bei Gasexporten per Pipeline noch eindeutiger: Die Pipeline-Exporte aus Russland, Norwegen, den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und Belgien wurden im Jahr 2008 vollständig in Europa abgesetzt. Und auch das von Algerien und Libyen per Pipeline exportierte Gas ging zu mehr als 96 Prozent nach Europa. Myanmar, Indonesien und Malaysia exportierten hingegen ausschließlich in den asiatischen Raum (Singapur und Thailand). Kanada exportierte 100 Prozent seines Gases in die USA, Bolivien exportierte sein Gas zu 100 Prozent nach Brasilien und Argentinien.
URL: http://www.bpb.de/wissen/YA51K3,0,0,Haupthandelsstr%F6me_%96_Erdgas.html
- Erdöl
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Erdöl ist ein in der Erdkruste eingelagertes, hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen bestehendes Stoffgemisch, das bei Umwandlungsprozessen organischer Stoffe entsteht.[1] Das als Rohstoff bei der Förderung aus Speichergesteinen gewonnene und noch nicht weiter behandelte Erdöl wird auch als Rohöl bezeichnet. Es ist derzeit der wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaften und wird deshalb auch „Schwarzes Gold“ genannt. Allein in den Jahren von 2000 bis 2007 wurden etwa 200[2] bis 220[3] Milliarden Barrel – ein Barrel entspricht ungefähr 159 Liter – weltweit gefördert. Erdöl ist ein fossiler Energieträger und dient zur Erzeugung von Elektrizität und als Treibstoff fast aller Verkehrs- und Transportmittel. Wichtig ist Erdöl zudem in der chemischen Industrie, es wird zur Herstellung von Kunststoffen und anderen Chemieprodukten benötigt. Die Vorräte in der Erdkruste sind endlich und werden in wenigen Jahren nicht mehr ausreichen: Der Jahresbericht 2009 der IEA zeigt auf, dass vor dem Jahr 2020 Quellen gebraucht würden, welche noch gar nicht entdeckt sind und im Jahr 2030 schon 60 Prozent des Bedarfs aus erschlossenen Quellen nicht mehr gedeckt werden kann.
- Erdöl - Handelsströme
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Etwa 35 Prozent des weltweiten Primärenergie-Bedarfs wurden im Jahr 2008 mit Öl gedeckt. Da das natürliche Rohstoffaufkommen ungleich verteilt ist und die ressourcenreichen Staaten nicht gleichzeitig die Hauptverbraucher sind, ist ein Großteil der Staaten durch den Handel mit Öl vernetzt. Vom gesamten Ölverbrauch des Jahres 2008 wurden rund 69 Prozent vor dem Verbrauch grenzüberschreitend transportiert. Umgerechnet wurden damit täglich 58 Millionen Barrel Öl ex- bzw. importiert.
Beim Ex- und Import stehen den Ballungsräumen, in denen sich die Handelsströme verdichten, Regionen gegenüber, die kein Teil des Handelsnetzes oder nur schwach mit ihm verwoben sind. Allein auf die USA, die EU, China, Japan, Indien und Russland entfielen 2008 mehr als 62 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs. Da nur Russland seinen Verbrauch selbst decken bzw. darüber hinaus noch Öl exportieren kann, importierten Europa, Japan, China, Indien und die USA im Jahr 2008 71,5 Prozent des grenzüberschreitend gehandelten Öls.
Auf der anderen Seite wurden im selben Jahr 37,1 Prozent des weltweiten gehandelten Öls von den Staaten des Nahen Ostens und 15,0 Prozent von Russland und anderen Nachfolgestaaten der UdSSR exportiert. Staaten in West- und Nordafrika (insbesondere Algerien, Nigeria, Angola) sowie in Mittel- und Südamerika (beispielsweise Venezuela und Ecuador) waren 2008 ebenfalls wichtige Ölexporteure – auf diese Regionen entfielen 14,5 bzw. 6,6 Prozent des weltweiten Ölexports.
Obwohl die Handelsströme zur Energieversorgung weltumspannend sind, ist häufig eine regionale Prägung festzustellen: 2008 gelangten 67,0 Prozent des aus Mittel- und Südamerika exportierten Öls in die USA. Bei den Ölexporten aus Mexiko und Kanada lagen die entsprechenden Werte mit 80,9 und 98,5 Prozent nochmals höher. Die Nachfolgestaaten der UdSSR lieferten hingegen 78,7 Prozent ihrer Ölexporte nach Europa, beim Öl aus Nordafrika waren es noch 62,7 Prozent.
Aufgrund der zentralen Lage und des hohen Anteils an den weltweiten Reserven spielt der Nahe Osten eine Sonderrolle bei der Energieversorgung. Die Versorgungsanteile des Nahen Ostens sind in allen drei Regionen der Handels-Triade Nordamerika – Europa – Asien-Pazifik überdurchschnittlich hoch. Die günstigste Anbindung hat der asiatisch-pazifische Raum. Dementsprechend gingen 2008 deutlich mehr als zwei Drittel der Ölexporte aus dem Nahen Osten in die Region Asien-Pazifik (68,7 Prozent) bzw. stammten 63,2 Prozent der Ölimporte in der Region Asien-Pazifik aus dem Nahen Osten.
URL: http://www.bpb.de/wissen/JD8DP9,0,0,Haupthandelsstr%F6me_%96_Erd%F6l.html
- erneuerbare Energiengesetz EEG
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Mit dem EEG erhalten betroffene Anlagebetreiber 15 bis 20 Jahren lang eine festgelegte Vergütung für ihren erzeugten Strom, und Netzbetreiber werden zu dessen vorrangiger Abnahme verpflichtet (§ 21 und § 8 Abs.1 EEG vom 25. Oktober 2008). Die Höhe der Vergütungssätze sind nach Technologien und Standorten differenziert und sollen einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen ermöglichen. Der für neu installierte Anlagen festgelegte Satz sinkt jährlich um einen bestimmten Prozentsatz (Degression). Durch diese stetige Degression wird ein Kostendruck im Sinne einer gewollten Anreizregulierung erzeugt: Anlagen sollen effizienter und kostengünstiger hergestellt werden, um langfristig auch ohne Hilfen am Markt bestehen zu können. Gefördert wird die Erzeugung von Strom aus:
* Wasserkraft
* Deponiegas, Klärgas und Grubengas
* Biomasse
* Geothermie
* Windenergie
* solarer Strahlungsenergie (zum Beispiel Photovoltaik)Der der Anlage nächstgelegene öffentliche Netzbetreiber ist aufgrund eines gesetzlichen Schuldverhältnisses zum Anschluss der Anlage und zur vorrangigen Einleitung des erzeugten Stromes sowie zur Zahlung der gesetzlich festgelegten Vergütung verpflichtet. Eines Vertrages zwischen dem Anlagenbetreiber und dem Netzbetreiber bedarf es nicht (sogenanntes Koppelungsverbot nach § 4 Abs. 1 EEG), wie nicht von den Bestimmungen des EEG, soweit nicht ausdrücklich dort vorgesehen, abgewichen werden darf (§ 4 Abs. 2 EEG).
Die entstandenen Mehrkosten, d. h. die Differenz zwischen Vergütungssatz und Marktpreis des Stroms, geben die aufnehmenden Netzbetreiber den bundesweit agierenden Übertragungsnetzbetreibern (das sind zur Zeit noch die vier großen Energieversorgungsunternehmen (EVU) E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall) weiter, unter denen die Kosten gleichmäßig, das heißt entsprechend dem Umfang der in ihrem jeweiligen Gebiet erfolgenden Strombelieferung an Letztverbraucher, aufgeteilt werden (Bundesweite Ausgleichsregelung, § 36 EEG). Dadurch werden unabhängig von den regionalen Unterschieden bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien (wie etwa in den besonders windhöffigen Küstenregionen) alle Übertragungsnetzbetreiber gleich belastet. Diese leiten den Strom an die die Letztverbraucher beliefernden Elektrizitätsversorgungsunternehmen unter Berechnung der EEG-Mehrkosten weiter (§ 37 EEG). Für die Belieferung der Letztverbraucher sieht das EEG keine besonderen Bestimmungen mehr vor, sondern unterstellt, dass die zusätzlichen Kosten in Form der sogenannten EEG-Umlage in die Kalkulation und Abrechnung der Endverbraucherpreise einfließen. Ab 2010 soll diese Vermarktung nach der AusglMechV vom 17. Juli 2009 dahingehend geändert werden, dass die Übertragungsnetzbetreiber nicht mehr zur Weiterleitung des EEG-Stroms verpflichtet sind, sie stattdessen den erhaltenen EEG-Strom an einer Strombörse vermarkten müssen. Den die Endverbraucher beliefernden Versorgungsunternehmen können sie aber die Differenz der Gestehungskosten für den EEG-Strom und der Vermarktungskosten in Form der EEG-Umlage anteilig berechnen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz