Initiative Zukunftsenergien

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Geothermie

Die Geothermie oder Erdwärme ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt zu den regenerativen Energien. Sie kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen im Wärmemarkt (Wärmepumpenheizung), als auch zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung. Geothermie bezeichnet sowohl die ingenieurtechnische Beschäftigung mit der Erdwärme und ihrer Nutzung als auch die wissenschaftliche Untersuchung der thermischen Situation des Erdkörpers.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie

Global Health Governance (GHG)

Die globale Gesundheitslage beziehungsweise die armutsorientierte Krankheitsbekämpfung haben sich zu einem eigenständigen globalen Politikfeld entwickelt: Global Health Governance (GHG). Nicht nur moralische Überlegungen haben zur Entwicklung der GHG beigetragen, sondern auch die Erkenntnis, dass die massiven Gesundheitsprobleme in den armen Regionen ein potenzielles Risiko für die globale Stabilität und Sicherheit darstellen.

Insbesondere HIV/AIDS ist zu einem Thema geworden, das international auf den höchsten politischen Ebenen behandelt wird. Beispielsweise behandelte der UN-Sicherheitsrat im Jahr 2000 zum ersten Mal ein Gesundheitsthema – "The impact of AIDS on peace and security in Africa" – und verabschiedete die Resolution "HIV/AIDS and International Peacekeeping Operations". Weiter berücksichtigte die UN-Generalversammlung das Thema AIDS in der Millenniumserklärung. Im Jahr 2001 wurde eine Sondersitzung (UNGASS) speziell zu HIV/AIDS einberufen und die "Declaration of Commitment" verfasst. Und 2006 sowie 2008 hat die UN-Generalversammlung ein "High Level Meeting on AIDS" einberufen.

GHG beschreibt die Handlungen im globalen Mehrebenensystem (global, regional, national und lokal), die – unter Beteiligung staatlicher und nicht-staatlicher Akteure – auf die nationalen Gesundheitssysteme einwirken. Inhaltlich konzentriert sich GHG auf die Bekämpfung armutsbedingter (Infektions-)Krankheiten.

Die internationale Gesundheitspolitik wird stark von der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beeinflusst. Während sich die Weltbank zu einer der wichtigsten internationalen Finanzierungsorganisationen gesundheitsbezogener Projekte entwickelt hat, ist die WHO die zentrale Organisation für internationale Gesundheitsfragen und nimmt durch globale Normsetzung sowie technische und politische Beratung Einfluss auf die globale Gesundheitspolitik.

Weitere Akteure von GHG sind Netzwerke und Global Public-Private Partnerships (GPPPs). Sie gelten als neue Formen politischer Steuerung in einer globalisierten Welt, da sie einen Rahmen für unterschiedliche Akteure und Politikebenen schaffen. Der 2001/2002 geschaffene "Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria" (GFATM) ist eine solche GPPP im Gesundheitsbereich. Der Fonds gilt nach wie vor als Hoffnungsträger im Kampf gegen die drei wichtigsten armutsbedingten Krankheiten AIDS, Tuberkulose und Malaria. Zwei Aspekte sind dafür hauptverantwortlich: Zum einen die Praxis der Mittelvergabe, die die Empfängerstaaten dazu auffordert, eigene Strategien und damit Strukturen im Kampf gegen die Epidemien zu entwickeln. Zum anderen das große Finanzvolumen bei einem vergleichsweise kleinen Verwaltungsapparat.

Die Organisationsstruktur des GFATM unterscheidet sich von traditionellen Hilfsinstitutionen: nicht nur Regierungen sind beteiligt und können über Projekte bestimmen, sondern auch private lokale Akteure. Die Empfängerstaaten bilden einen Beirat, bestehend aus öffentlichen und privaten Akteuren, und entwickeln eigene, auf sich zugeschnittene Programme, die der GFATM, nach Prüfung durch einen wissenschaftlichen Beirat, finanziert. Auch eine Anschlussfinanzierung ist nur dann möglich, wenn mit den erhaltenen Geldern messbare und nachhaltige Ergebnisse erzielt werden konnten.

Seit der GFATM 2002 seine Arbeit aufgenommen hat, wurden über den Fond insgesamt 18,7 Milliarden US-Dollar für 572 gesundheitsbezogene Projekte und Programme in 140 Staaten bewilligt (Stand: Ende 2009). Der GFATM ist damit das wichtigste Finanzierungsinstrument im Kampf gegen die drei häufigsten armutsbedingten Krankheiten AIDS, Tuberkulose und Malaria – sein Anteil an der internationalen Finanzierung liegt bei rund einem Viertel in Bezug auf AIDS und bei etwa zwei Dritteln bzw. drei Vierteln bei Tuberkulose und Malaria.

URL: http://www.bpb.de/wissen/2P6QV9,0,0,Global_Health_Governance_%28GHG%29.html

Globale Armut

Zwischen 1981 und 2002 hat sich die absolute Zahl der Personen, die in Haushalten mit einem Einkommen unter einem US-Dollar pro Tag und Kopf leben, um knapp ein Drittel auf etwa eine Milliarde reduziert. Bei den Einkommen unter zwei US-Dollar pro Tag und Kopf schwankt die entsprechende Zahl der Personen um 2,6 Milliarden.
Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen ist die relative Entwicklung noch wichtiger als die absoluten Zahlen. Gemessen an der Weltbevölkerung hat sich die Zahl der Personen, die in Haushalten mit einem Einkommen unter einem bzw. zwei US-Dollar pro Tag und Kopf leben, kontinuierlich verringert. Vor allem Ostasien, insbesondere China, hat den größten Anteil an dieser Reduzierung.

Parallel zu der Reduzierung der absoluten Armut hat sich seit Anfang der 1980er Jahre auch die durchschnittliche Lebenserwartung in den ökonomisch sich entwickelnden Staaten um zwei Jahre erhöht. Gegenwärtig sterben jährlich zwei Millionen Kinder weniger vor ihrem fünften Lebensjahr als im Jahr 1990. Und auch bei "weicheren" Armutsindikatoren ist eine Verbesserung festzustellen; so hat sich etwa die Analphabetisierungsrate in den letzten fünfzehn Jahren von 30 Prozent auf 24 Prozent reduziert.

Allerdings bleiben viele Staaten von den ökonomischen Wohlfahrtsgewinnen vollständig ausgeschlossen. Noch immer sterben jährlich über zehn Millionen Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr. Die Zahl unterernährter Menschen ist zwar seit 1990 gesunken. Schätzungen gehen aber weiter von weit über 800 Millionen Hungernden aus.

Das größte Problem besteht darin, dass sich die Annährung zwischen arm und reich zunehmend verlangsamt und in einigen Bereichen stagniert. Jeder vierzehnte Mensch lebt in einem Staat, dessen Bevölkerung es im Jahr 2003 sogar schlechter ging als Anfang der 1990er Jahre.

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass eine Annährung auch bei hohen Wachstumsraten nur langsam erfolgt. Nach Berechnungen des UNDP würde Indien erst Anfang des 22. Jahrhunderts zu den entwickelten Staaten aufschließen, wenn die überdurchschnittlichen Wachstumsraten der Jahre 2000 bis 2005 weiter Bestand hätten. Selbst wenn die Wachstumsraten der ökonomisch entwickelten Staaten gleich Null wären, erreichten die Ökonomien Lateinamerikas bzw. Afrikas erst im Jahr 2177 bzw. 2236 das gleiche Niveau.

Der globalen Armut steht ein extremer, globaler Reichtum gegenüber: Laut Forbes stieg das Nettovermögen der Milliardäre von Anfang 2005 bis Anfang 2006 um 18 Prozent auf 2,6 Billionen US-Dollar. Die Zahl der Personen, die über ein Vermögen von über einer Milliarde verfügen, hat sich in nur zwanzig Jahren von 140 auf 793 erhöht; allein im Jahr 2005 kamen 100 Milliardäre hinzu. Die zehn Reichsten dieser Welt haben ein Vermögen von etwa 275 Milliarden US-Dollar.

Die ärmsten 40 Prozent der Weltbevölkerung beziehen nur fünf Prozent des weltweiten Einkommens, bei den ärmsten 20 Prozent schrumpft der Anteil auf weniger als 1,5 Prozent. Die reichsten 10 bzw. 20 Prozent verfügen hingegen über 54 bzw. 74 Prozent des weltweiten Einkommens.

URL: http://www.bpb.de/wissen/WILQQ6,0,0,Globale_Armut.html

Globalisierungskritische Netzwerke

Parallel zur Globalisierung der Ökonomie hat sich auch die Kritik an diesem Prozess globalisiert. Durch den breiten Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien können sich auch diejenigen vernetzen, die globale soziale und ökologische Probleme benennen und beheben wollen: zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Einzelaktivisten sowie soziale und politische Netzwerke.

Die Kritik an der Globalisierung fällt dabei nicht immer gleich aus. Sowohl bei der Identifizierung der Probleme als auch bei den Lösungsansätzen bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Akteuren. Häufig besteht auch keine Einigkeit darüber, ob einzelne Probleme allein durch die Globalisierung entstanden sind, durch diese verstärkt werden oder ob der Einfluss der Globalisierung vernachlässigbar ist. Trotz dieser Einschränkungen lassen sich einige Themen benennen, die häufiger als andere im Zentrum der Kritik stehen: die Ungleichheit und Armut sowohl in ökonomisch sich entwickelnden als auch in ökonomisch entwickelten Staaten, die Privatisierung öffentlicher Aufgaben (Bildung, Gesundheit, Altersvorsorge), der Verkauf öffentlicher Güter (zum Beispiel im Bereich der Wasser- und Energieversorgung), die zunehmende – nicht demokratisch legitimierte – Macht der Multinationalen Unternehmen, die Entmachtung von Arbeitnehmerorganisationen, die Ausbeutung von Arbeitskräften, die Zerstörung der Umwelt sowie die Missachtung der Menschenrechte.

Eine der bekanntesten globalisierungskritischen Bewegungen ist das Politiknetzwerk Attac. Nach eigenen Aussagen ist Attac ein Netzwerk, das Akteure zusammenbringt, um sich zusammen "für eine ökologische, solidarische und friedliche Weltwirtschaftsordnung" einzusetzen. Attac wurde 1998 in Frankreich gegründet, Attac Deutschland am 22. Januar 2000. Weltweit hat Attac etwa 90.000 Mitglieder in 50 Ländern. Ausgehend von den Daten, die Attac Deutschland Ende 2009 zur Verfügung standen, war Deutschland im Jahr 2007 das Land mit den meisten Mitgliedern (19.000, davon 16.000 zahlende Mitglieder). Bis Ende 2009 erhöhte sich die Zahl der Attac-Mitglieder in Deutschland auf 22.000.

Attac ist dezentral organisiert, hat flache Hierarchien und einen geringen Institutionalisierungsgrad. Aufgrund der heterogenen Zusammensetzung des Netzwerks ist die Kritik an der Globalisierung vielseitig und auch eine schicht- oder klassenspezifische Deutung fehlt.

In den Gründungsjahren hat Attac bereits bestehende Gruppen bzw. Personen, die zuvor in anderen sozial engagierten Gruppen aktiv waren, zusammengeführt. Gerade in der Anfangszeit fiel Attac durch spontanen Protest sowie unkonventionelle, nicht institutionalisierte Beteiligungsformen auf. Verbunden mit neuen Formen medialer Inszenierung wurde auch von einer 'Wahrnehmungsrevolution' gesprochen: weder waren die Themen völlig neu noch die Akteure mächtig, aber Attac wurde für neu und mächtig gehalten.

Das hohe Niveau der öffentlichen Aufmerksamkeit ist eine Grundvoraussetzung dafür, die politische Agenda beeinflussen zu können. Für Netzwerke wie Attac ist daher die Frage zentral, welche Forderungen und Themen im Mittelpunkt der eigenen Arbeit stehen. Der geringe Institutionalisierungsgrad und die vielschichtige Zusammensetzung des Netzwerks haben jedoch zur Folge, dass die Vorstellungen in Bezug auf die Dringlichkeit der einzelnen Themen und vor allem die politischen Antworten weit auseinander gehen. Neben gemäßigten Reformern, die in erster Linie an der Umsetzung einzelner Regulierungsinstrumente interessiert sind, stehen andere, die einen ganzen Katalog an Reformen in verschiedenen Politikbereichen umsetzen wollen. Hinzu kommen Revolutionäre, für die eine grundlegende Veränderung des gesamten ökonomischen Systems bzw. auch anderer gesellschaftlicher Bereiche unumgänglich ist.

Bisher hat Attac sein Themenspektrum stetig erweitert, um die verschiedenen Strömungen aufzunehmen. Bei einzelnen Themen, wie zum Beispiel der Besteuerung von Finanzmarkttransaktionen, ist es dem Netzwerk gelungen, sich klar zu positionieren und den politischen Diskurs zu beeinflussen. Aus der Vielzahl an Themen, mit denen sich Attac auseinandersetzt (Welthandel, Finanzmärkte, die öffentlichen Haushalte, Privatisierung, Europa, Lateinamerika, Ökologie, Krieg, Feminismus, geistiges Eigentum, Kultur und Rechtsextremismus), kann jedoch auch Strukturlosigkeit entstehen. Während das Fehlen einer Struktur in Wirkungslosigkeit münden kann, führt eine zunehmende Institutionalisierung häufig zu thematischen Beschränkungen und dazu, dass das Mehrheitsprinzip an Bedeutung gewinnt. Bisher hat sich Attac nicht auf eine Strategie festgelegt: Attac ist ein expandierendes Netzwerk, das sich an einzelnen Knotenpunkten strukturell verfestigt hat.

URL: http://www.bpb.de/wissen/MV79MY,0,0,Globalisierungskritische_Netzwerke.html

Grenzüberschreitender Warenhandel

Kaum etwas veranschaulicht den Prozess Globalisierung so deutlich wie die steigende ökonomische Bedeutung des Außenhandels bzw. die Veränderung des Verhältnisses von Warenhandel und Weltwarenproduktion.

Von 1950 bis 2007 nahm der Warenexport real – also gemessen in konstanten Preisen – um den Faktor 29,2 und die Weltwarenproduktion um den Faktor 8,6 zu. Der Export von Waren stieg dabei durchschnittlich um 6,1 Prozent, die Weltwarenproduktion um 3,9 Prozent pro Jahr. Als Folge erhöhte sich der Anteil der exportierten Waren und Dienstleistungen am Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 1950 und 2007 von etwa acht auf mehr als 31,6 Prozent.

Der nominale Wert der exportierten Waren lag 2007 bei gut 13,8 Billionen US-Dollar und hat sich damit gegenüber 1950 fast verzweihundertzwanzigfacht. Die höchsten realen Zuwächse verzeichnete der Warenexport in den beiden Zeiträumen von 1950 bis 1960 und von 1960 bis 1970. Allerdings war zu dieser Zeit der Anteil der zwischen den Staaten gehandelten Waren an den insgesamt produzierten Waren noch gering. Bedeutender für den Prozess der Globalisierung ist die Steigerung des Warenexports um knapp 86 Prozent in den Jahren 1990 bis 2000, da die ökonomische Verflechtung 1990 hoch war bzw. der Warenexport bereits einen Wert von fast 3,5 Billionen US-Dollar hatte.

Als Folge der relativen Zunahme des grenzüberschreitenden Warenhandels gegenüber der Weltwarenproduktion wächst die Bedeutung des Außenhandels für die einzelnen Ökonomien. Dies wird auch bei einer Betrachtung der Außenhandelsquoten deutlich. Der prozentuale Anteil der Warenexporte und -importe am weltweiten BIP stieg von 28 Prozent im Jahr 1970 auf 51 Prozent im Jahr 2007. Deutschland hatte als "Exportweltmeister 2007" mit 71,6 Prozent eine überdurchschnittlich hohe Außenhandelsquote.

URL: http://www.bpb.de/wissen/CCDNXF,0,0,Entwicklung_des_grenz%FCberschreitenden_Warenhandels.html

Größere Finanzkrisen seit 1970 bis 2006

Mit dem Wachstum, der Globalisierung und der zunehmenden Liberalisierung der Finanzmärkte seit Ende der 1970er Jahre ist auch eine zunehmende Anfälligkeit für Turbulenzen und Finanzkrisen verbunden. Sie manifestieren sich als Bankkrisen, Börsenkrisen und als Währungskrisen. Die weitaus meisten Finanzkrisen haben in den ökonomisch sich entwickelnden Staaten und insbesondere in den Schwellenländern stattgefunden, oft als Währungskrisen, in deren Verlauf feste Wechselkurse zusammenbrechen und massiver Kapitalabfluss stattfindet.

Aber auch in den ökonomisch entwickelten Staaten wie Dänemark, Schweden, Italien und Japan gab es in den 1990er Jahren Finanzkrisen mit erheblichen schädlichen Folgen. Eine jüngere von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Weltbankgruppe zusammengestellte Übersicht zählt seit Beginn der 1980er Jahre 166 Finanzkrisen, von denen 119 einen "systemischen" Charakter haben, das heißt in ihren Wirkungen über den engen Bankenbereich hinausgehen.

Es scheint sich auch nicht um ein Übergangsphänomen zu handeln, denn die Häufigkeit der Krisen hat in den 1990er Jahren nicht ab-, sondern zugenommen: Von den 84 "größeren" Krisen haben 30 in den 1980er und 50 in den 1990er Jahren begonnen. (Jüngere Auswertungen liegen nicht vor).

Seit Ende der 1990er Jahre steht das Verhindern von Finanzkrisen auf der Tagesordnung internationaler Institutionen. Ein Versuch hierzu ist das ab 2007 in Kraft tretende Regelwerk Basel II, das eine bessere Risikokontrolle von Bankkrediten vorsieht. Weitere Vorschläge beziehen sich auf die Eindämmung kurzfristiger internationaler Kapitalflüsse durch eine Devisentransaktionssteuer (Tobinsteuer) und die vorsichtigere Liberalisierung des Kapitalverkehrs der ökonomisch sich entwickelnden Staaten (sog. Sequencing). Auch die (relative) Stabilisierung von Wechselkursen durch die Einführung von Zielzonen die in internationaler Kooperation gemanaged werden, werden immer wieder in die Diskussion gebracht.

URL: http://www.bpb.de/wissen/DP0D1P,0,0,Gr%F6%DFere_Finanzkrisen_seit_1970.html

Größte Aktienbörsen

Zwischen 1990 und 2005 ist der weltweite Aktienhandel von 5,7 auf 51,1 Billionen US-Dollar gestiegen. Gleichzeitig hat sich die regionale Verteilung erheblich verändert. Die New York Stock Exchange (NYSE) baute ihre führende Position weiter aus: auf sie entfiel 2005 mehr als ein Viertel (27,6 Prozent) des weltweiten Börsenhandels mit Aktien. Die Börse Tokio, die 1990 mit einem Weltmarktanteil von 22,7 Prozent noch knapp an die NYSE (1990: 23,3 Prozent) heranreichte, fiel dagegen drastisch auf einen Weltmarktanteil von unter 10 Prozent zurück. Taiwan ist aus der Führungsgruppe der größten Fünf verschwunden.

Die zunehmende Bedeutung des elektronischen Handels lässt sich besonders gut am Beispiel der US-Technologiebörse NASDAQ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) sehen. Die erste elektronische Börse der Welt ging 1971 an den Start. Während sie noch 1990 eine untergeordnete Rolle spielte, nimmt sie mittlerweile weltweit Platz zwei im Aktienhandel ein. Die beiden US-Börsen NYSE und NASDAQ kommen gemeinsam auf einen Marktanteil von gut 47 Prozent.

In Europa hat die London Stock Exchange (LSE) etwas zugelegt, die Deutsche Börse, die 1990 noch einen bescheidenen fünften Platz in der Führungsgruppe einnahm, ist dagegen auf einen Weltmarktanteil von 3,8 Prozent zurück gefallen und aus der Führungsgruppe ausgeschieden. Den fünften Platz nimmt jetzt die im Jahr 2000 gegründete französisch-niederländisch-belgisch-portugiesische Gemeinschaftsbörse Euronext ein. Ihr Anteil an den weltweiten Umsätzen ist mit knapp sechs Prozent allerdings so gering, dass weitere Zusammenschlüsse, vorprogrammiert sind.

URL: http://www.bpb.de/wissen/N202PW,0,0,Die_gr%F6%DFten_Aktienb%F6rsen.html

Grundlast

Grundlast bezeichnet die Netzbelastung, die während eines Tages in einem Stromnetz nicht unterschritten wird.[1]. In Deutschland liegt sie bei um die 40 GW (2005)[2] im Gegensatz zur Jahreshöchstlast mit 75-80 GW[3].

Da der niedrigste Stromverbrauch meist nachts auftritt, hängt die Höhe der Grundlast von nachts produzierenden Industrieanlagen, der Straßenbeleuchtung und von Dauerverbrauchern in Haushalt und Gewerbe ab. Darüber hinaus kann die Grundlast von Energieversorgungsunternehmen erhöht werden, indem zu Schwachlastzeiten die Speicherbecken von Pumpspeicherkraftwerken gefüllt oder Nachtspeicherheizungen eingeschaltet werden.

Zur Deckung der Grundlast werden Grundlastkraftwerke eingesetzt, bei denen die Stromgestehungskosten hauptsächlich durch fixe Kostenbestandteile (meistens Kapitalkosten) bestimmt werden.

Aus diesem Grund wird von den Energieversorgungsunternehmen versucht, den Grundlastbedarf möglichst langfristig im Voraus abzuschätzen. Bei Unterschreitung des abgeschätzten Wertes muss entsprechend reagiert werden, entweder durch Einschalten zusätzlicher Verbraucher (Pumpspeicherkraftwerke, Nachtspeicherheizungen) oder durch Abgabe von Strom in andere Stromnetze.

Wird der Grundverbrauch überschritten, so setzt man zur Deckung des zusätzlichen elektrischen Verbrauchs Mittel- und Spitzenlastkraftwerke ein.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Grundlast